Die Produktionen des „Wiener Vorstadttheater - integratives theater österreichs“ werden und  wurden auch schon wissenschaftlich  dokumentiert:

Der Themenbereich: "Theater als sozialintegrative Plattform" wurde von Frau Amrei Kathrin Ortner im Rahmen ihrer Diplomarbeit in Theaterwissenschaft aufgearbeitet. Die künstlerische Zusammenarbeit des Wiener Vorstadttheaters mit dem Grünen Kreis und die daraus entstandene Produktion "Klassen Feind" bilden hier den Kern der wissenschaftlichen Auseinandersetzung.

 

Soziale Theaterarbeit zwischen Kunst und Partizipation. Wiener Vorstadttheater und Grüner Kreis: Klassen Feind von Nigel Williams.

 

OATD: Ortner, Amrei Kathrin - Soziale Theaterarbeit

 

 

Die Produktion: „Klassenfeind“ von Nigel Williams wird ebenfalls im Rahmen des vom Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) geförderten Projekts: „Praktiken des Empowerment in Kunst und Sozialwissenschaft“ wissenschaftlich begleitet. Für die Wissenschafter dabei besonders reizvoll ist die Möglichkeit, „Empowermentpraktiken“ während einer laufenden Produktion zu beobachten und zu untersuchen. „Praktiken des Empowerment in Kunst und Sozialwissenschaft“ ist eines der sechs Siegerprojekte, die für den Art(s)&Sciences Call 2009 des WWTF eingereicht wurden und die am 15. Juni 2010 bei einem Fest mit Kulturstadtrat Mailath-Pokorny, VertreterInnen der Stadt und der Forschungs- und Wissenschaftsszene im Schauspielhaus Wien vorgestellt wurden.

 

http://www.deconstruct.at/Forschungsbericht.pdf

 

 

 

http://docplayer.org/9519242-Fallstudien-zu-kunst-externen-wirkungen-von-sozial-und-oder-politisch-engagierter-kunst.html

 


So ist das Kindermusical-Projekt „Don Quijote – ein Vorspiel“ (2008 / Dschungel Wien) auch Inhalt einer Dissertation von Kevin Leppek „Theater als interkultureller Dialog“ (erschienen im Tectum-Verlag).
 
Weiters ist eine Untersuchung des Stellenwertes postmoderner, ästhetischer Theaterpraxis mit Inhaftierten für die Sozialpädagogik anhand des ausgewählten Theaterprojektes „Gerettet“ von Edward Bond Inhalt der Diplomarbeit von Christina Glinz:„Annäherung an die Wirkungsweisen theatraler Rollenarbeit bei jungen Erwachsenen in Haft“.
Diese Produktion wurde 2009 in der Justizanstalt Gerasdorf in Zusammenarbeit mit der Justizanstalt Schwarzau realisiert.

Annäherung an die Wirkunsweisen theatraler Rollenarbeit bei jungen Erwachsenen in Haft

 

 

Petra.Rotar.biennale on Vimeo

 

 

KOSMOPOLITISCHE IMPULSE  Kunst von Betroffenen für Betroffene

ein Arbeitsbericht von Manfred Michalke, erschienen im Verlag Springer Wien New York

Edition: Angewandte

 

Kunst von Betroffenen für Betroffene

 

 

 

https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-211-99152-7_30

 

Universität Wien - Bachelorarbeit "Türken und Kurden sind Brüder" und

"eigentlich will ich sie alle umbringen" der "Kurdenkonflikt" aus Sichtweisen

von Jugendlichen in Wien.

Denise Tan  geschrieben am Institut für Kultur und Sozialanthropologie

15.März 2013

WARTEN AUF GODOT

1.Integrationsprojekt mit Asylwerbern

 

 

 

Warten auf Godot [V093; 17:04]
Wiener Vorstadttheater / integratives theater österreichs, directed by Manfred Michalke.
Including Arnold Schönberg: Fünf Orchesterstücke op. 16
Non-commercial (2003)

 

 

Filmdoku Warten auf Godot - Votivkino

 

Vorwort Vorstadttheater, September 2018

 

 

 

Liebes Publikum,

 

für das Theater ist es nicht ohne Belang, in welchem Umfeld ein Stück entsteht und spielt, welche Schauspielerinnen und Schauspieler mitwirken und mit welchen Erwartungen es sich an das Publikum wendet. Das Vorstadttheater gibt Menschen eine Bühne, deren Stimme in unserer Gesellschaft für gewöhnlich überhört wird. „Frau Zucker“ von Monika Helfer, lässt ein multikulturelles Ensemble zu Wort kommen. Es ist eine Produktion, die uns die hässlichen, bösen Seiten des menschlichen Miteinanders – Gewalt, Diskriminierung und Unterdrückung – vergegenwärtigt. Damit legt sich das Stück quer zu unseren selektiven, oftmals bequemen Alltagshaltungen.

 

Gerade in jüngerer Zeit wird der Ruf nach einer „Kunst um der Kunst willen“, also einer Kunst, die sich selbst genügt und keinem anderen Zwecke dient, wieder lauter. Selbstverständlich kann man bei der Beurteilung von Kunst die Priorität der künstlerischen Form und der ästhetischen Gestaltung hervorheben. Gleichzeitig sitzt man jedoch einem Missverständnis auf, wenn man die Kunst als einen von sozialen, moralischen und politischen Fragen abgeschirmten Bereich betrachtet! Man muss nicht so weit gehen wie Friedrich Schiller, der behauptete: „Eine Schaubühne ist eine moralische Anstalt und eine Schule praktischer Weisheit.“ Die Vergrößerung unseres Erfahrungshorizontes, die uns das Stück „Frau Zucker“ ermöglicht, ist jedenfalls sowohl von künstlerischem wie auch moralischem Wert.

 

Unsere Unterstützung entspringt unserer anerkennenden Dankbarkeit. Dankbarkeit gegenüber der integrativen Theaterarbeit des Wiener Vorstadttheaters, gegenüber dem Ensemble, gegenüber der Autorin, gegenüber der Leistung von Regie und Produktion.

 

Mag. Thomas Drozda

Bundesgeschäftsführer der SPÖ

Sprecher für Kunst, Kultur und Medien